Der Kehlemann Kelch

„ Man darf den Objekten ruhig ansehen, dass sie viele Jahre hinter sich haben.“ Deshalb setzt Uwe Schuchardt bei der Pflege des Domschatzes vor allem auf präventive Restaurierung. Sprich: Er will im Voraus dafür sorgen, dass der Originalzustand der Objekte nicht verändert wird. Weil diese sehr empfindlich sind, sei es wichtig, sie bei den richtigen Lichtverhältnissen und klimatischen Bedingungen aufzubewahren. „In der Schatzkammer in Osnabrück herrschen dafür ideale Bedingungen.“ Wenn Objekte an andere Museen verliehen werden, müsse hingegen schon beim Transport darauf geachtet werden, Hitze, Kälte und schnelle Temperaturwechsel zu vermeiden. Außerdem sei es wichtig, immer Handschuhe zu benutzen und geeignete Lager- und Abstellorte zu suchen, damit nichts passieren kann, betont Schuchardt. "

Der Godehardschrein

" Er ist ein Musterbeispiel romanischer Goldschmiedekunst: Der Godehardschrein in der Krypta des Hildesheimer Domes. Seine Restaurierung wurde maßgeblich durch den Dombauverein möglich. " 
Der Schrein mit den Gebeinen des heiligen Godehard ist im 13. Jahrhundert entstanden. 
Seine Maße sind 1,22 Meter lang, 51 Zentimeter breit und 65 Zentimeter hoch. 

Das Hezilo Kreuz 

" Einträchtig teilen sich farbige Glassteine und Edelsteine wie Rubin, Saphir und Smaragd in der Reihenfolge Rot, Blau, Grün den Platz auf dem prachtvollen Hezilokreuz. Die ästhetische Gestaltung des Hezilokreuzes sei von ganz besonderer Qualität . Jüngeren Datums sei das Kästchen, das eine Kreuzreliquie enthalte. Das Bewahren seiner Schätze sei genauso wichtig wie das Ausstellen. 
Diesmal nun muss Schuchardt 27 der rund 100 Steine ersetzen. Nach der Bestandsaufnahme wird er sich ein Werkzeug bauen, um die Fassungen aufzubiegen und die Glasflüsse entnehmen zu können. Die Bestandaufnahmen werden durch Zeichungen, Maße und eine genaue Farbbeschreibung ergänzt. Schuchardt wird nach Ida-Oberstein zu einer der letzten Handschleifereien Deutschlands fahren und farblich passende Edelsteine aussuchen.